Die Fundstellen der Nok-Kultur  

Nok Fundstellen liegen oft in heute abgelegenen Regionen. Dabei scheint es keine bevorzugte Position zu geben. Es gibt sie im flachen Terrain ebenso wie in Hang- oder Plateaulage. Zum Teil liegen sie so hoch, dass ein guter Überblick über die Umgebung gewährleistet ist. Dichter Wald und unzugängliche Lagen machen Ausgrabungen zu einer logistischen Herausforderung.

 

Die heute bekannten Nok Fundstellen erstrecken sich innerhalb eines Raumes von etwa 500 km in Zentral-Nigeria (oval). Unsere Arbeiten konzentrieren sich als "case study" auf ein Gebiet von etwa 340 km² Fläche (Rechteck). Etwa in der Mitte befindet sich die Forschungsstation, unser Camp während der Feldaufenthalte.

Die in rot gekennzeichneten Plätze liegen an den äußersten Enden des Nokverbreitungsgebietes und wurden bereits in den 1960er und 70er Jahren ausgegraben. Taruga ist bekannt wegen der sehr frühen Datierungen für Eisenverhüttung um 500 BCE.

Bis heute dokumentierten wir innerhalb der Case Study Area über 280, vorher zum größten Teil unbekannte Fundplätze, was auf eine hohe Bevölkerungsdichte während der Nok Kultur hinweist. Die bisher ausgegrabenen Fundplätze datieren von 1600 v. Chr. bis zur Zeitenwende und bescheinigen eine lange Besiedlungskontinuität.

Von Raubgräbern völlig zerstörte Nokfundstelle. Auf der Suche nach Nokfiguren werden die Fundplätze von Hundertschaften durchwühlt. Für die Archäologie ein schwieriges Feld.
Artefakte sind immer innerhalb grubenartiger Strukturen, die sich dunkel
von der sterilen Umgebung abheben.

Hier ist nur der untere Bereich mit den rundlichen Gruben nokzeitlich.
Ein Raubgräberloch. Die dunkle Verfärbung stammt von typischen Holzkohlenkonzentrationen. Die Terrakottafragmente am Rand verkaufen sich nicht und wurden liegengelassen.
Viele der Fundstellen sind durch Raubgrabungen stark zerstört, so dass nur noch kleine Flächen ausgegraben werden können.