Ausgrabung & Prospektion
Mit Hilfe lokaler Informanten haben wir eine Reihe neuer Fundstellen dokumentieren können, die vorher unbekannt waren. In den meisten Fällen handelt es sich um Zufallsfunde, die beim Hausbau oder der Farmarbeit zutage gekommen sind. Da die Entdeckungen schnell bekannt werden, gibt es kaum Stellen, die von Raubgrabungen nicht betroffen wären. Bisher haben wir rund 250 Nokfundstellen dokumentiert. Es scheint dabei kaum Präferenzen für die Lage der Fundstellen zu geben. Vor allem bei den Stellen in der Ebene fällt jedoch auf, dass sie immer in der Nähe flacher Granitkuppen liegen. Dies hängt möglicherweise mit deren Nutzbarkeit zusammen. So weisen einige Granitkuppen Mahl- und Schleifmulden für das Zerkleinern von Getreide oder die Fertigung von Steingeräten auf.

Nokfundstellen (rot). Bisher haben wir an über 50 Stellen Ausgrabungen vorgenommen (gelb). Die ausgegrabenen Flächen beschränkten sich auf wenige qm, da bisher die Erstellung einer Chronologie im Mittelpunkt stand. Großgrabungen sind ab 2012 für die Analyse der Siedlungsstrukturen geplant. Ungefähr im Zentrum des Kernforschungsgebiets (Rechteck) liegt die Nok Forschungsstation Janjala.

Ausgrabung

Prospektionsmethoden wie Geomagnetik und die Messung elektrischer Widerstände (Geoelektrik) helfen bei der Positionierung der Ausgrabungsflächen - mit unterschiedlichem Erfolg!

Geomagnetik
Eine Art "Röntgenblick" in die Erde in einer Region mit mehreren Nokfundstellen. Die interessanten Strukturen entpuppten sich als Anreicherungen eisenhaltigen Gesteins (Laterit), wie er typisch für tropische Böden ist. Auch die Nähe des kristallinen Untergrundes kann sich störend auf das Ergebnis auswirken.
Geoelektrik
Messung geoelektrischer Widerstände in einer 25x15 Meter messenden Grabungsfläche. Bei der Ausgrabung wird sich zeigen, ob und was sich hinter den farbigen Flächen verbirgt, z. B. Abfallgruben.